Wenn ich manchmal daran denke, wie sich das Kartenlegen im Laufe der Jahrhunderte verändert hat, kommt es mir fast wie eine Reise durch ein altes, staubiges Buch vor – mit vergilbten Seiten, geheimnisvollen Zeichnungen und vergessenen Geschichten. Und doch ist dieses Buch irgendwie immer offen geblieben. Irgendwo zwischen Hexenverfolgung, Jahrmarktständen und modernen Zoom-Sessions mit Tarotkarten ist es heute angekommen – und ja, ich finde, das ist verdammt spannend.
Als der Mond ein Urteil war
Der gelesene Himmel, Teil 1: Babylon und die Anfänge Wer heute ins Horoskop schaut, will wissen, wie die Woche wird. Im alten Mesopotamien wäre diese Frage ins Leere gegangen. Der Himmel gehörte dort nicht dem Einzelnen, er gehörte dem Staat. Eine Mondfinsternis betraf den König, die Ernte, das ganze Land. Ob ein Bäcker in Babylon …